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Backup-Strategie

Ein digitales Notenarchiv ist nur so gut wie sein letzter Backup. Drei einfache Faustregeln.

3-2-1-Regel

  • 3 Kopien deiner Daten,
  • auf 2 verschiedenen Medien,
  • davon 1 an einem anderen Ort.

Für ein Notenarchiv reicht das in der Praxis so:

Kopie Medium Ort
Arbeitskopie Cloud-Sync auf Laptop dein Zuhause / Vereinsheim
Backup-Kopie externe Festplatte / NAS dein Zuhause
Off-Site Cloud-Anbieter (oder zweite Festplatte beim Vereinsvorstand) woanders

Was gehört ins Backup?

Ja:

  • Der Notenarchiv/-Ordner mit allen Stimmen-PDFs
  • Eingangsscans im Eingang/ (zumindest bis sie verarbeitet sind)
  • Stamm-Tabelle / Datenbank mit Metadaten
  • ~/.config/noten-tools/learned_aliases.yaml, falls du viele Aliase gelernt hast und sie noch nicht ins Repo zurückgespielt sind

Nein:

  • ~/.cache/noten-tools/logs/ — neu generiert, kein Verlustrisiko
  • Automatisch erzeugte *.pdf.bak-Dateien — nur kurzlebig

Versionierung

Die wichtigste Eigenschaft eines Backups ist nicht das Vorhandensein einer Kopie, sondern die Versionierung. Wenn dein Sync versehentlich einen leeren Ordner überschreibt, hilft die Cloud-Spiegelung nichts — der leere Stand wird mitgespiegelt.

  • Cloud-Anbieter mit Versionshistorie wählen (Nextcloud, Dropbox, OneDrive haben das).
  • Bei externen Festplatten regelmäßig Snapshots anlegen (z. B. borg, restic, Time Machine), nicht nur einen rsync-Spiegel.

Wiederherstellung üben

Einmal pro Jahr probehalber einen Notensatz aus dem Backup zurückspielen. Wenn das nicht klappt, ist der Backup-Prozess kaputt — nicht erst feststellen, wenn die Daten weg sind.

Klein anfangen

Wenn dir das alles zu viel ist: starte mit einem einzigen externen USB-Stick, der einmal im Monat den Stand kopiert und dann zu Hause im Schrank liegt. Besser ein einfaches Backup, das du wirklich machst, als ein elegantes, das du nie machst.